Hallux Valgus - Schiefstand der Großzehe

OP Methode ohne Metall : New - Methode

Vorteile:

Keine Vollnarkose nötig.

Lokalanästhesie und schlafen genügen.

 

Keine Blutsperre, d.h.das Bein wird während der Operation normal durchblutet.

Daher ist im Regelfall eine medikamentöse Thrombose Prophylaxe nicht nötig. ( " Bauchspritzen" )

 

Keine Krücken.  Lediglich das  Tragen eines Spezialschuhs.

 

Keine Fremdkörper oder Metalle, daher geringeres Infektionsrisiko.

 

Externe Fixation des korrigierten Knochens Mittels Kompressionsverband mit Tapeverstärkung.

 

ein Film hierzu folgt in Kürze

 

Patienten mit Hallux Valgus hören von ihren Ärzten häufig den Rat, sich nur bei erheblichen Schmerzen, Entzündungen und starkem Leidensdruck operieren zu lassen. Ist doch die invasive Korrektur der Großzehen-Fehlstellung ein nach wie vor technisch höchst anspruchsvoller Eingriff, die Heilung langwierig und das Ergebnis nicht immer befriedigend. Doch in den vergangenen Jahren haben neue Techniken die Situation verbessert.

 

Bei den meisten der inzwischen weit über hundert Operationsmethoden werden Drähte, Schrauben und Platten eingesetzt, die aber nicht immer genügend Stabilität erzielen, ein Infektionsrisiko bergen und oft eine schmerzhafte sowie langwierige Nachbehandlung erfordern.

 

Eine der wenigen Methoden, die bei der Hallux-Valgus-Korrektur keine Fremdkörper wie z.B. Metallteile verwendet, minimal-invasiv durchgeführt wird und vergleichsweise sehr gute Langzeitergebnisse zeigt, ist die Technik nach dem Amerikaner Arkin-New.

Dieses schonende Operationsverfahren wird beispielsweise von Dr. med. Holger Lorenz und Dr. med. Heinz Rohrer angewandt. 

 

Hierzu kurz einige Informationen:

 

Diese Operation nach New wird im Regelfall ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt, nur der Vorfuß wird betäubt ( der Patient kann dabei schlafen ). In der Regel ist die Ursache dieses Ballens ein Senkspreizfuß. Deshalb muss meist auch noch der Vorfuß verschmälert werden.

 

Der Eingriff beginnt mit einem minimalen Schnitt von ca. 5 mm am Ballen. Durch diese kleine Öffnung wird die Knochenverdickung mit einer Fräse abgetragen. Das Knochenmehl wird mit NaCl ausgespült. Dann durchtrennt der Orthopäde den ersten Mittelfußknochen und zwar V-förmig, da somit eine größere Kontaktfläche zur besseren Fixation erreicht wird. Das  Mittelfußköpfchen wird nach außen verschoben, um die Großzehenfehlstellung zu begradigen und gleichzeitig den Fuß zu verschmälern.   Der Wundverschluss erfolgt durch eine Naht, welche nach 1-2 Wochen entfernt wird.

Entfernt man nur den Ballen ohne Osteotomie, d.h. Knochendurchtrennung, besteht die Gefahr, dass er wieder nachwächst.

      

  Dr. med. Holger Lorenz hat weit über 9 000 Füße mit dieser Methode operiert. Er sieht einen Vorteil der Akin-New-Methode auch darin, das der korrigierte Knochen lediglich durch einen speziellen Kompressionsverband mit Tapeverstärkung fixiert wird und der Patient mit einem Spezialschuh sofort -und ohne Krücken- laufen kann. Der Tapeverband wird vom Patienten für 5 - 6 Wochen getragen. Wöchentlich wechselt der Arzt den Verband um den korrigierten Fuß optimal zu fixieren und zu schützen. Schmerzen und Schwellungen können im erträglichem Maß für etwa 3 Monate bestehen. In Ausnahmefällen kann das 6 bis 12 Monate dauern.

 

Im Normalfall ist der operierte Fuß nach der Operation für die alltäglichen Verrichtungen belastbar, wobei in der ersten Zeit verständlicherweise längere Fußmärsche und längeres Stehen unbedingt vermieden werden sollte.

 

Ein HALLUX VALGUS  tritt oft beidseits auf. Es empfiehlt sich die Operation des zweiten Fußes in den Folgewochen der ersten OP durchzuführen; so kann die Verbandsbehandlung eventuell nahezu gemeinsam stattfinden. Über 95% der Operationen nach New verlaufen ohne Komplikationen oder Nachresektionen; die Langzeitergebnisse sind sehr gut.

 

In 3 - 5 % kann es zu einem erneuten Nachwachsen des Ballens kommen. Dies kann durch eine Röntgen-Kontrolle festgestellt werden. In wenigen Fällen von diesen kann ein nochmaliges Abfräsen und Glätten des Knochens nötig sein. Voraussetzung dafür ist das Auftreten von Schmerzen.